| Es
gibt sicher nichts Drolligeres als einen Welpen, und Sie
haben ein neues Familienmitglied aufgenommen.
Jedoch sollte der zukünftige Hundebesitzer vor dem
Erwerb eines Rassehund Welpen kritisch in sich kehren, und
genau überdenken, dass sich das Leben mit der Aufnahme
eines Hundes in die Familie, ähnlich wie bei einem
Menschenkind, von heute auf Morgen ändert.
Man muss fortan Einschränkungen in Kauf nehmen, denn
der Hund kann nicht wie der Mensch gewisse Dinge selbsttätig
tun. Er ist auf sein Herrchen oder Frauchen angewiesen,
denn beide müssen dem Hund das ermöglichen, wenn
er es möchte. Man kann nicht mehr so in den Urlaub
wie man möchte, und ist gewissen Einschränkungen
unterworfen.
Den Hund wird es nicht interessieren, ob es draußen
in Strömen regnet, ob es schneit und kalt ist und ob
sein Herrchen viel lieber andere Dinge tun würde. Was
für Ihn zählt ist, dass er in aller Regelmäßigkeit
seinen Bedürfnissen nachgehen kann und einen Partner
an seiner Seite hat, der für Ihn da ist, denn schließlich
ist die Bezugsperson des Hundes die einzig vertraute Person
im Leben eines Hundes. Besteht die Familie aus mehren Personen
umso besser !
Er vertraut seinem Herrchen
sein Leben bedingungslos und ohne Forderungen an und erwartet
daher, daß man auch ihm Vertrauen und Liebe entgegenbringt.
Ein
junger Welpe ist ein Hundebaby, dem man wie bei einem Menschenkind
alles erst beibringen muss. Tatsächlich gibt
es aber Menschen, die vielleicht aus Unkenntnis denken,
wenn Sie einen Welpen bekommen, müssten Sie dieses
nicht mehr tun.
Ganz das Gegenteil ist der Fall : Genau
wie bei einem Menschenkind braucht der Welpe viel Zuneigung,
Geduld, Zeit und Liebe. Wenn die Phase der
Sozialisierung und Entwicklung in den ersten Monaten erfolgreich
stattgefunden hat, ist dieses das Fundament für einen
guten Hund.
Optimal für den jungen Hund ist ein erwachsener Mensch,
der gerade in den ersten Lebensmonaten und darüber
hinaus viel Zeit mit dem Welpen verbringt, und dem jungen
Hund so die Aufmerksamkeit gibt, die er benötigt. So
lernt er schnell das er immer zur gleichen Zeit sein Futter
bekommt, kann sich darauf einstellen, und lernt schnell,
das man sein kleines Geschäft regelmäßig
draußen verrichten soll.
Wenn Sie also überzeugt sind, einen jungen Hund als
Familienmitglied aufzunehmen, möchten Sie bestimmt
sicher gehen, dass Sie einen gesunden, verträglichen
Hund bekommen, der sich in Ihren Alltag einfügt.
Durch
liebevolle, familienbezogene Aufzucht reifen unsere Welpen
auf dem Eifelberghof Auwer Land zu ausgeglichenen, gesunden
kleinen Hunden heran.
Während der Handaufzucht in der Familie beginnt die
Sozialisierung und erste Prägung, und der junge Welpe
erfährt die ersten Grundzüge seines eigenen Wesens.
Im Alter von 9 - 12 Wochen
gehen die Welpen dann in Ihre neuen Familien über.
Durch diese ganzheitliche Betreuung der Welpen bis zum jungen
Hund hin sehen wir es aufgrund unserer Erfahrung als erwiesen
an, dass unsere Aufzuchtmethoden sehr entscheidend zu einer
positiven Entwicklung der Welpen beitragen. Im ständigen
Kontakt mit den Besitzern unserer Berner Sennen Welpen wird
uns dieses oft bestätigt.
Wie
man dem kleinen Freund das Leben etwas erleichtert ...
09. bis 12. Woche
Dies ist das Alter, um in das neue Zuhause einzuziehen und
herauszufinden, wie die Welt außerhalb der Wurfkiste
aussieht.
Nach den ersten Schutzimpfungen sollten
Sie den Welpen möglichst überall mit hinnehmen.
Setzen Sie ihn ab, gehen Sie mit Ihm ein paar Schritte,
und achten Sie darauf, dass er Ihnen folgt. Dadurch lernt
er Sie als Rudelführer zu akzeptieren. Dieses Lebensalter
ist entscheidend für die Sozialisierung mit Menschen.
In dieser Zeitspanne braucht der Welpe mehr als
alles andere das Gefühl der Sicherheit. Es
ist die sogenannte "Angstprägephase", in
der kleine Hunde leicht erschreckt werden können, und
vielleicht vergessen Sie nie wieder, was Ihnen Angst eingejagt
hat. Welpen in diesem Alter sind geradezu lernbegierig,
solange man Ihnen behutsame und konsequente Lektionen erteilt.
Einfache Befehle wie "Sitz" oder "Hier"
können Sie bereits erlernen. Zu wissen, dass Sie sich
freuen, wenn der Welpe auf Zuruf zu Ihnen kommt, stärkt
sein Selbstbewusstsein und er fühlt sich sicherer,
wenn Sie einen bestimmten Tagesablauf strikt einhalten.
Achten Sie darauf, dass er Umgang mit Artgenossen hat.
In dieser Phase sind sozialer Umgang und eine behutsame
Erziehung wichtig. Wenn der Hund noch nicht Sitz
gelernt hat, an der Leine zu gehen oder auf "Sitz"
zu reagieren, sollten Sie jetzt unbedingt mit der Erziehung
anfangen.
In dieser Zeit sollte auch die Sauberkeitserziehung abgeschlossen
werden - von gelegentlichen Pannen abgesehen.

12. bis 16. Woche
In diesen Wochen braucht der kleine Freund besonders
viel Aufmerksamkeit und intensiven sozialen Umgang.
Fahren Sie fort mit der Erziehung des neuen Familienmitgliedes,
seien Sie aber dennoch nicht zu streng mit ihm. So mancher
Welpe fremdelt in diesem Alter, und versteckt sich hinter
Ihnen, wenn Sie mit Ihn Spazieren gehen.
Wenn Ihr Liebling bis heute keine Probleme mit Menschen
oder Artgenossen hatte, wird sich seine gesunde Zurückhaltung
bald legen. Achten Sie jetzt auf intensive Sozialkontakte.

16. Woche bis 6. Monat
Ein Hund kommt mit 16 Wochen in sein Jugendalter.
Er ist zwar geistig voll entwickelt, jedoch körperlich
und emotional noch nicht; auch ist er noch nicht so aufmerksam
wie ein erwachsener Hund.
Stellen Sie jetzt Tag für Tag die gleichen Anforderungen
an Ihn, damit seine Entwicklung ungestört stattfindet,
und er nicht in Verwirrung gerät.
Bringen Sie Ihn mit Menschen und andern Tieren zusammen,
gewöhnen Sie ihn auch langsam an Situationen, die er
vielleicht nicht jeden Tag erlebt, z.B. Autofahren, lauter
Straßenverkehr, der Weg zu Ihrem Tierarzt, welcher
häufig nicht gut in Erinnerung bleibt, damit er auch
diesen Situationen gewachsen ist.
6. bis 12. Monat
Der heranwachsende Hunde erreicht in diesen Monaten
seine Geschlechtsreife - dieses gilt für beide
Geschlechter.
Der Rüde kann jetzt ein wenig aufdringlich werden;
sie werden merken, das sich Ihr Hund immer besser konzentrieren
kann.
Jetzt ist es sehr wichtig, daß Sie mit Ihm regelmäßig
trainieren- egal, ob Sie Unterordnungsübungen machen
oder ihm nur zum Spaß Kunststücke beibringen.

12.
bis 24. Monat
Jetzt wird Ihr vierbeiniger Freund erwachsen
- obwohl einige Hunde, vor allem größere Rassen,
ihre emotionale Reife erst mit 30 Monaten erreichen.
Die besten Jahre zwischen
Ihnen und Ihrem besten Freund liegen nun vor Ihnen. Herzlichen
Glückwunsch Ihnen beiden !
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